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Robert Musil

* 06.11.1880 - † 15.04.1942

Illustration mit dem Titel: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
"Die Verwirrungen des Zöglings Törleß"
Illustration von © Michael Blümel

Zitate von Robert Musil

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Das, was wir heute Schicksal nennen, ist in einigen Jahrzehnten eine Frage der Statistik.


Quelle: "Aphorismen, Sentenzen und anderes - nicht nur für Mediziner"
5. bearb. Auflage - Johann Ambrosius Barth Verlag Leipzig - 1988

Was sagt Lichtenberg? "Mich dünkt, der Deutsche hat seine Stärke vorzüglich in Originalwerken, worin ihm schon ein sonderbarer Kopf vorgearbeitet hat; oder mit anderen Worten: er besitzt die Kunst, durch Nachahmen original zu werden, in der größten Vollkommenheit." Es ist rund 150 Jahre her, seit dies geschrieben worden ist! Aber das bedeutet nicht Rasse, sondern Schicksal!


Quelle: am 31. Mai 1936

Deutschland ist der wundersamste und zukunftsreichste Ameisenbau, den es gibt, aber der Einzelne darin ist eine graue, reizlose, arbeitsame Ameise.


Ein junger Mensch wird von einer schönen fünfzigjährigen Frau niemals sagen, die breiten ruhigen Formen und das Filigran des Faltenwerks dieser ehrwürdigen Kathedrale seien schön, sondern er wird flüchtig feststellen, sie sei alt.


Quelle: "Essays. Stilgeneration und Generationsstil" - 1922

Es gibt zwei von Grund auf verschiedene Arten berühmter Leute: solche, die man kennt, und solche, die man kennen soll.


Die täglichen Menschenerlebnisse sind die tiefsten, wenn man sie von der Gewohnheit befreit.


Wer nicht sagt, was er will, bekommt selten das, was er möchte.