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Johann Nepomuk Nestroy

* 07.12.1801 - † 25.05.1862


Zitate von Johann Nepomuk Nestroy

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Gut können s’ sein, die Männer, edel, großmütig, alles können s’ sein, nur nicht brav. Ihr Charakter kann die herrlichsten Bilder zeigen, aber Falschheit bleibt doch immer die Grundfarb’.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922


Zum Luftschlösserbauen braucht man nicht einmal einen Grund, und in einem Luftschloß hat selbst die Hausmeisterwohnung eine paradiesische Aussicht.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922


Es läßt sich nichts finden, man muß den Dingen beistehen, daß sie sich finden lassen.


Ich bin zerfallen in mir selbst. – Aus der Urne des Schicksals werden die Lose des Menschen gezogen; wenn ich den Buben beuteln könnt’, der das meinige gezogen hat, – ich tät’s.


Also hat sich der Fall schon wieder ereignet? Nein, was ’s Jahr Onkel und Tanten sterben müssen, bloß damit alles gut ausgeht –!


Quelle: "Einen Jux will er sich machen" Johann Nepomuk Nestroy - 1844


Sie reden von Ihren Rechten der Geburt, und ich studier grad, ob es recht is, daß Sie geboren sind.


Quelle: "Mein Freund" Johann Nepomuk Nestroy - 1851


Die Gelegenheit hat das Lehrbuchartige, daß man sie beim Schopf fassen muß.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922


Man macht dadurch dem Ehestand ein sehr schlechtes Kompliment, daß man nur immer die verstorbenen Männer, die ihn schon überstanden haben, ›die Seligen‹ heißt.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922


Das Übelste ist, daß ich da denke, wo man fühlen soll.


Nein, auf’m Land heraußen is’s schöner, da sagen s’ doch noch, wenn einer stirbt: "Gott hat ihn zu sich genommen." – Aber in der Stadt heißt’s nur: "Der Doktor hat ihn unter die Erd’ gebracht." ... Boshafte Rasse!


Guter Gatte und Vater, das trifft sich praxi nicht immer so paarweis, als wie die Strümpfe oder die Ohrfeig’n beisamm’. Es ist sehr leicht, ein guter Vater zu sein; guter Gatte, das ist schon mit viel mehr Schwierigkeiten verbunden. Die eigenen Kinder sind dem Vater gewiß immer die liebsten, und wenn’s wahre Affen sein, so g’fallen ei’m doch die eigenen Affen besser als fremde Engeln. Hingegen hat man als Gatte oft eine engelschöne Frau, und momentan g’fallt ei’m a andere besser, die nicht viel hübscher ist als ein Aff’. Das sind die psychologischen Quadrillierungen, die das Unterfutter unseres Charakters bilden.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922


Was tausend Wichte sagen, bekommt Gewicht, wird richtig, weil die Wichte tausend sind, und die Ehrenmänner, die’s nicht glauben, höchstens zehn! Auch haben die Schufte in der Regel bessere Lungen als die Ehrenmänner, die schreiben mehr, und nichts wirkt auf die Welt mehr als Geschrei.