Apho Logo


Johann Nepomuk Nestroy

* 07.12.1801 - † 25.05.1862


Zitate von Johann Nepomuk Nestroy

Insgesamt finden sich 427 Texte im Archiv.
Es werden maximal 12 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Heiratsfähige Töchter sollte man eigentlich »Ringkämpferinnen« nennen.


Meine Reisen, das war das letzte hinausgeworfene Geld! Ich hab’ sollen die Welt kennen lernen und ich hab’ gefunden, die Welt ist grad’ so, wie ich mir’s vorgestellt hab’.


Was nach der Sage dem Schneider das Bügeleisen im Sack, das ist dem Glücklichen ein kleines Stückl Kummer im Herzen, sonst gingen trotz dem allgemeinen Gesetz der Schwere beide in die Luft.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922

Ich hab immer wollen für die Nachwelt etwas sein, und man soll bloß für die Mitwelt etwas vorstellen. Der kluge Mann der Gegenwart sagt: "Was hat denn die Nachwelt für mich getan? Nichts! Gut, das nämliche tu ich für sie!" Und gewissermaßen hat er recht, der kluge Mann der Gegenwart.


Die Würze jeder Freude is ja die Dosis Schadenfreude, die dabei ins Spiel kommt. Hab ich ein Geld, so g’freut’s mich, aber das Pikante daran is, daß andere kein Geld haben. Hab ich eine Equipage, so g’freut’s mich, aber das Interessante daran is, daß andere z’ Fuß gehen müssen. Hab ich eine Geliebte oder ein Weib, so g’freut’s mich, aber die Pointe is doch das, wenn mich andre drum beneiden. Drum eine Geliebte, die nicht einen andern sitzen läßt wegen mir, so daß sich der andere halbtot kränkt, die könnt mich gar nicht glücklich machen.


Quelle: "Das Haus der Temperamente" Johann Nepomuk Nestroy - 1837

Wenn ihr selbst gesteht, daß es euch an Einsehen mangelt, dann darf es euch nicht wundern, wenn ihr blind gehorchen müßt. Wenn nur der Kutscher klar sieht, dann wird auch mit blinden Pferden das Ziel erreicht.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922

Mein Gott, das Maßnehmen ist ein altes Vorurteil, das die Schneider doch nicht hindert, jedes neue G’wand zu verpfuschen.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922

Die einzigen Wesen sind eine Einbildung, die tägliche Erfahrung zeigt, daß unser Herrgott die Menschen dutzendweise erschafft.


Es gibt so viele Ausrottungs- und Vertilgungsmittel, und doch is noch so wenig Übles ausgerottet, so wenig Böses vertilgt auf dieser Welt, daß man deutlich sieht, sie erfinden eine Menge, aber doch 's rechte nicht.


O, es ist ein bitteres Gefühl, wenn man oft so hungrig ist, daß man vor Durst nicht weiß, wo man die Nacht schlafen soll.


Quelle: "Frühere Verhältnisse" Johann Nepomuk Nestroy - 1862

Ja, die Zeit, das is halt der lange Schneiderg’sell, der in der Werkstatt der Ewigkeit alles zum Ändern kriegt. Manchmal geht die Arbeit g’schwind, manchmal langsam, aber fertig wird’s, geändet wird alles!


Dickkopf: Aber ich heirat’ ja.
Kasimir: Das ist der sicherste Weg, um für einen Narren gehalten zu werden.


Quelle: "Heimliches Geld, heimliche Liebe" Johann Nepomuk Nestroy