Apho Logo


Johann Nepomuk Nestroy

* 07.12.1801 - † 25.05.1862


Zitate von Johann Nepomuk Nestroy

Insgesamt finden sich 427 Texte im Archiv.
Es werden maximal 12 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Daß rote Haar von ein’m falschen Gemüt zeugen soll’n,
is’s Dümmste, wann die Leut’ nach die Haar urteil’n woll’n.


Quelle: "Der Talisman" Johann Nepomuk Nestroy - 1840


Ein Strauchen dauert drei Wochen, ein Krampfkatarrh ein Vierteljahr ... die Hühneraugen lebenslänglich ... ... und mit’m Gemüt gar ...! Da is eine ewige Patzlerei.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922


Ich fühle die Pflicht, ihm Liebe schuldig zu sein. Liebe schuldig? Wenn Liebe eine Schuld sein könnte, so könnt man s’ auf einem Dreißigkreuzerstempel verschreib’n, man könnt s’ zedieren, exequieren, ratenweise abtragen, wenn es ein auf einmal zu viel is. Es liegt wirklich ein kühner, überg’würzg’wölblicher Materialismus drin, dem poetischsten aller Gefühle zuzumuten, daß es nach der juridischen Paragraphenpfeife tanzen soll.


Quelle: "Mein Freund" Johann Nepomuk Nestroy - 1851


Der Zufall muß ein b’soffener Kutscher sein – wie der die Leut’ z’sammenführt, ’s stark!


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922


Den Kindern g’schieht ohnedem viel Unrecht. Ist das nicht schon Unrecht genug, daß man sie für glücklich halt’t? Und sie sind es so wenig wie wir, sie haben in ihren Kinderseelen alle Affekte, eine Sehnsucht, die sie mit Täuschungen, eine Eitelkeit, die sie mit Kränkungen, eine Phantasie, die sie mit Wauwaubildern quält, und dabei haben sie nicht die Stütze der Vernunft, die uns wenigstens zu Gebot steht, wenn wir sie auch nicht gebrauchen.


Quelle: "Der Schützling" Johann Nepomuk Nestroy - 1847


Ja, die reichen Leut’ wissen nicht, in was für enorme Verlegenheit sie oft die Armen stürzen, bloß durch das, daß sie in ihrer glücklichen Gedankenlosigkeit Kleinigkeiten schuldig bleiben.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922


Es ist doch ein eigenes Gefühl, wenn man auf einem Katheder steht, und sei’s auch nur, um den Staub abzufegen! Dieser Staub hier ist Schulstaub, im Schulstaub steckt Gelehrsamkeit, in der Gelehrsamkeit Pedanterie, in der Pedanterie kalte Strenge.


Quelle: "Die schlimmen Buben in der Schule" Johann Nepomuk Nestroy - 1847


Welcher Entdecker hat das schon bemessen, wie weit sich die äußersten Vorgebirge der Möglichkeit ins Meer der Unmöglichkeit hineinstrecken?


Wenn’s drauf ankommt, eine Geliebte zu betrügen, da ist der Dümmste ein Philosoph.


Quelle: "Der Treulose" Johann Nepomuk Nestroy


Lang leben will alles, aber alt werden will kein Mensch.


Quelle: "Die Anverwandten" Johann Nepomuk Nestroy - 1848


Die Kranken geben bei weitem nicht so viel Geld aus, um g’sund, als die G’sunden, um krank zu werden.


Liebe ist ein Beweis von Schwäche, den man einem noch schwächeren Wesen gibt.