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Johann Nepomuk Nestroy

* 07.12.1801 - † 25.05.1862


Zitate von Johann Nepomuk Nestroy

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Ich hab immer wollen für die Nachwelt etwas sein, und man soll bloß für die Mitwelt etwas vorstellen. Der kluge Mann der Gegenwart sagt: "Was hat denn die Nachwelt für mich getan? Nichts! Gut, das nämliche tu ich für sie!" Und gewissermaßen hat er recht, der kluge Mann der Gegenwart.


Das Alter hat nichts als Erfahrung, und die zählt nichts bei einer Generation, die nur Erfindung will. Neues! Frisches! ruft die Gegenwart, und das leistet nur die Jugend, die Kraft.


Quelle: "Der Schützling" Johann Nepomuk Nestroy - 1847

Kinderei! Wenn ich auch nichts von der Schriftstellerei weiß, von die Schriftsteller weiß ich desto mehr. Ich darf nur ihre Sachen göttlich finden, so sag’n sie gewiß: Ah, der Mann versteht’s – tiefe Einsicht – gründliche Bildung!"


Quelle: "Der Talisman" Johann Nepomuk Nestroy - 1840

Das ist halt das Schöne, wenn man einmal recht mitten drin sitzt im Glück, da gerät alles, da verliert’s Malheur völlig die Courage gegen einen. Ich sage, wenn sich’s Unglück über ein’ Millionär trauen will, das kommt mir grad so vor, wie wenn ein Pintscherl auf ein’ Elephanten bellt.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922

Leih’ i wem was,
so stirbt’r oder kommt auf’n Hund.
Hingeg’n meine Gläubiger
bleib’n frisch und gesund.


Bis die Menschen wieder so gescheit werden, wie sie vor zweitausend Jahren gewesen, können immerhin noch zweitausend Jahre vergehen.


Öffnen Sie der Begierde eines Menschen das Tor der Erfüllung, und Sie werden sehen, welch ein unabsehbares Heer von Wünschen er hereinsendet, und dann ist es erst noch die Frage, ob er sich dabei glücklich fühlt.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922

Schiffbruch? – Dampfschiffe sollten doch wohl von solchen störenden Zufällen ausgenommen sein, wenigstens der erste Platz.


Quelle: "Häuptling Abendwind oder das greuliche Festmahl. Indianische Faschingsburleske 1." Johann Nepomuk Nestroy - 1862

Die Liebe ist der Punkt, wo sich auch Egoisten dann und wann vergessen.


Das is a alte Wahrheit: über a altes Weib geht nix als a Mann, der a alt’s Weib ist.


Quelle: "Der Unbedeutende" Johann Nepomuk Nestroy - 2782

Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition.


Der Ernst hat eine feierliche Seite, eine schauerliche Seite, überhaupt sehr viele ernsthafte Seiten, aber ein elektrisches Fleckerl hat er doch immer, und da fahren bei gehöriger Reibung Funken der Heiterkeit heraus.


Quelle: "Die Anverwandten" Johann Nepomuk Nestroy - 1848