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Ein Held.
Wenn’s niemand sieht, ist er bereit,
Zu erfüllen die Pflichten der Christen.
Jedoch vor der großen Öffentlichkeit
Spielt er den Atheisten.
Quelle: "Mein Spruchbüchlein" Graz und Wien, Verlagsbuchhandlung Styria - 1913
Kurz und gut
Mit kurzen Worten erledigt
Soll deine Mahnung sein,
Wer allzulange predigt,
Der schläfert alle ein.
Quelle: "Mein Spruchbüchlein" Graz und Wien, Verlagsbuchhandlung Styria - 1913
Ein Schatz.
Unendlich reich ist der Ärmste auch,
Ein Schatz liegt ihm in Händen,
O möchte er durch guten Gebrauch
Den Schatz, die Zeit, verwenden!
Quelle: "Mein Spruchbüchlein" Graz und Wien, Verlagsbuchhandlung Styria - 1913
Der Ungeduldige.
Er kommt schon aus dem Gleichgewicht,
Wenn ihm die Bleistiftspitze bricht! –
Wird dir nichts Schlimm’res widerfahren,
Dann magst du, Freund, den Unmut sparen!
Quelle: "Mein Spruchbüchlein" Graz und Wien, Verlagsbuchhandlung Styria - 1913
Lob und Tadel
Einen ungerechten Tadel
Kann ein Mensch mit Seelenadel
Leichter tragen als ein Lob,
Daß ihn unverdient erhob.
Quelle: "Mein Spruchbüchlein" Graz und Wien, Verlagsbuchhandlung Styria - 1913