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Gottfried Pratschke

* 1923


Zitate von Gottfried Pratschke

Insgesamt finden sich 4 Texte im Archiv.

Die Menschheit wäre schon um ein ganz gewaltiges Stück in ihrer Entwicklung weiter vorangekommen, hätte sie nicht stets vor allem ihre Torheiten zu ernst genommen, in die sie sich immer wieder verstrickt.


Quelle: "Das Bedeutsame und das Einfache." Manuskript


Jeder vernünftige Mensch würde es lächerlich finden, wenn zwei von verschiedenen Seiten auf den Gipfel eines Berges gelangte Wanderer darüber in Streit geraten würden, welcher der beiden Wege eigentlich der richtige sei. Leider lacht man nur selten jene Leute rechtzeitig genug aus, die in der Wissenschaft, in der Kunst, in der Politik aus einem ähnlichen Anlaß einander auf das Bitterste befehden.


Quelle: "Das Bedeutsame und das Einfache." Manuskript


Wer daran zweifelt, daß der Mensch in seinem Ursprung gut ist, der gehe zu den Kindern, sehe in ihre Augen, die noch ein Spiegel der Seele sind, und habe ein Ohr für ihre kleinen Sorgen. Dann wird er erkennen, daß in jedem Menschen einmal ein Stück des Himmels war.


Quelle: "Das Bedeutsame und das Einfache." Manuskript


In dieser Welt ist nichts vollkommen, kein Opfer, kein Glück und keine Freude. Sogar der tiefste Abgrund bedeutet noch nicht ewige Verdammnis. Denn auch das Mißratene ist im irdischen Dasein nicht selten das Samenkorn für eine später bessere Ernte. Solange ein Mensch noch atmet, kann nichts endgültig sein, aber alles fruchtbar.


Quelle: "Das Bedeutsame und das Einfache." Manuskript