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Zu viel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zu viel Mißtrauen immer ein Unglück.
Wer die Wahrheit geigt, dem schlägt man leicht die Fidel auf den Kopf.
Die bloße Empfindung schafft nicht den Dichter, aber der bloße Dichter auch nicht jene. Im ersten Irrtum ist der Jüngling, im zweiten der Kritiker.
Wer auf den blumigen Höhen der Menschheit doch kein Glück erreicht, der ist, wenn er ohne Gott im Innern ist, hülfloser als der Niedrige, der wenigstens in der Anklage seiner tiefen Stellung die Hoffung der Verbesserung sucht.
Da wir ein matteres Gedächtnis für Größe und Zahl der Leiden haben als für Freuden, so vergessen wir mit ihnen leicht auch, welche Früchte uns ihre Stechpalmen getragen.
Die Menschen wie die Völker treibt zu viel Glück wie zu viel Unglück in die Unsittlichkeit hinein, so stecken sich die Teich Fische nur bei Übermaß der Kälte und der Wärme in den Schlamm.
Es ist nicht immer Heuchelei, wenn derselbe Mann, der zu Hause tobt, in fremder Gesellschaft mild erscheint. Zu Hause findet er eingewurzelte wiederholte Fehler, die er zu bestrafen hat.
In nichts offenbart sich die herzlose Maschinenhaftigkeit der Neuern mehr als in der Dürre ihrer Feste.
Wenn uns die Menschen verlassen oder verwunden, so breitet ja noch immer der Himmel, die Erde und der kleine blühende Baum seine Arme aus und nimmt den Verletzten darin auf.
Wen Erwachsene lieben, den lieben Kinder noch stärker.
Tanz ist unter allen Bewegungen die leichteste, weil sie die engste und vielseitigste ist, daher der Jubel nicht ein Renner, sondern ein Tänzer wird.
Spiele, das heißt Tätigkeit, nicht Genüsse, erhalten Kinder heiter.
Wer an das Gute im Menschen glaubt, bewirkt das Gute im Menschen.
Es ist leichter, aus dem Fluge des Adlers, als den Flug des Adlers zu weissagen.
Kraft und Freiheit des Denkens sind die Sonnenstrahlen des Staats, an welchen alles Herbe sich versüßt, so wie die Pflanzen bei aller Wärme und Luft und Nässe kraft und farblos bleiben, wenn sie keine Sonne beseelt.