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Jean Paul

* 21.03.1763 - † 14.11.1825

Illustration mit dem Titel: Dr. Katzenbergers Badereise
"Dr. Katzenbergers Badereise"
Illustration von © Michael Blümel

Zitate von Jean Paul

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Kraft und Liebe sind zwei Gegensätze des inneren
Menschen; aber Religion ist die göttliche Gleichsetzung beider und der Mensch im Menschen.


Jeder Freund ist des anderen Sonne; er zieht und er folgt.


Es gibt überall mehr keusche Jungfrauen als keusche Jünglinge, keusche Weiber als Männer, alte Jungfern als alte Junggesellen.


Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr.


In den Augen einer Frau ist ein Lobredner anfangs ein gescheuter Mensch, endlich ein ganz hübscher Mann.


Das Unglück der Erde war bisher, daß zwei den Krieg beschlossen und Millionen ihn ausführten und ausstanden, indes es besser, wenn auch nicht gut gewesen wäre, daß Millionen ihn beschlossen hätten und zwei gestritten.


Heiterkeit ist der Himmel unter dem alles gedeiht.


Dem Liebe Anfänger mag vielleicht der Nachtfalter gefallen, aber ein Ehe Mann verlangt seine Tag Psyche, denn die Ehe fordert Heiterkeit.


Bedenkt doch, ihr gekrönten und besternten Machthaber aller Art: Ihr tragt in der Zukunft entweder alle Schuld oder allen Glanz.


Quelle: "Pharus am Meere des Lebens" - 1884


Großen Seelen ziehen die Schmerzen nach, wie den Bergen die Gewitter, aber an ihnen brechen sich auch die Wetter, und sie werden die Wetter scheide der Ebene unter ihnen.


Die Heidentugend der Verschwiegenheit fordert zu ihrer Übzeit die Kraft der anreifenden Vernunft; nur die Vernunft lehrt schweigen, das Herz lehrt reden.


Je gewöhnlicher ein Mensch, desto mehr glaubt er an Rezensionen.


Das Unrecht, das dir geschieht, treibe lächelnd ab, aber nicht als Individuum, sondern als Menschheit; diese sollte sich nicht alles gefallen lassen.


Der Adel kann uns in allem übertreffen, nur nicht in der Mehrheit.


Nichts zeigt die Menschen falscher und schöner als im Leiden.