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Jean Paul

* 21.03.1763 - † 14.11.1825

Illustration mit dem Titel: Dr. Katzenbergers Badereise
"Dr. Katzenbergers Badereise"
Illustration von © Michael Blümel

Zitate von Jean Paul

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Die Armut und die Hoffnung sind Mutter und Tochter. Indem man sich mit der Tochter unterhält, vergißt man die andere.


Die bloße Empfindung schafft nicht den Dichter, aber der bloße Dichter auch nicht jene. Im ersten Irrtum ist der Jüngling, im zweiten der Kritiker.


Eine gewisse Seelengröße macht zur Menschenkenntnis unfähig.


Zuviel Enthusiasmus in der Tugend macht auf den folgenden Augenblick desto kälter und schadet also.


Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden: man muß sie auch mal gehen lassen.


Manches Lob ist so schädlich wie eine Verleumdung.


Es ist beinahe nicht so nötig, zur Religion zu erziehen als zum Heitersein.


Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.


So viel sich auch um und in mir ändre: Dieselbe Sonne, die mich als Kind bestrahlte, sieht unverändert mich jetzt an.


Es gibt noch schönere Freudentränen als die im Wachen es sind die im Traume.


Alles Lehren ist mehr Wärmen als Säen.


Keine Zeit ist mir der Zeit zufrieden; das heißt, die Jünglinge halten die künftige für idealer als die die gegenwärtige, die Alten die vergangene.


Die Liebe braucht keine Erklärung, nur der Haß.


Solange das Wort Gottes in einer Sprache noch dauert und tönt, so richtet es das Menschenauge nach oben auf.


Jede hohe Klage und Träne über irgendeine Zeit sagt, wie eine Quelle auf einem Berge, einen höhern Berg oder Gipfel an.