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Die Vernunft besteht aus Wahrheiten, die man sagen, und aus solchen, die man verschweigen muss.
Die Vernunft erzählt Geschichten, aber die Leidenschaften drängen zur Tat.
Wenn man vor den Deutschen Geist zeigt, so bemühen sie sich zu verstehen, und es gelingt ihnen erst, nachdem sie sich durch Blicke besprochen haben. Sie tun sich zusammen, um ein Bonmot zu begreifen.
Zu plötzliches Auftreten in der Literatur wird nicht geschätzt. Der strahlendste Ruhm braucht sein Morgengrauen.
Eine Regierung wäre vollkommen, die der Vernunft so viel Macht verleihen könnte wie der Macht Vernunft.
Zu Beginn der Revolution sagte die Minderheit zur Mehrheit: Ordne dich unter!, und dann die Mehrheit zur Minderheit: Seien wir gleich! Das hat sich inzwischen furchtbar gerächt.
Der Mensch befindet sich niemals im Besitz uneingeschränkter Freiheit, sondern er besitzt nur eine zweiter Ordnung, zum Beispiel steht es ihm frei, das oder das zu essen, nicht aber, überhaupt nicht zu essen.
Hat man vierundzwanzig Stunden früher als die übrigen Menschen Recht, so gilt man vierundzwanzig Stunden lang als närrisch.
Die Visionen haben einen glücklichen Instinkt und kommen nur denen, die an sie glauben müssen.
Man braucht den Appetit des Armen, um das Vermögen des Reichen zu genießen, den Geist eines Privatmanns, um wie ein König zu leben.