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Der Jugendfreund ist in der Regel für die weitere Entwicklung und Richtung maßgebender als der Erzieher. Jener ist ein Mitträger der Ideale.
Keine Satzung, sie mag des Leibes oder der Seele Heil bezwecken, befolgen die törichten Menschlein so fromm und lüstern wie die tolle Willkür der Mode.
Die wildesten Konflikte des Herzens lösen sich nicht in Tränen und nicht in Blut, sondern nur im reinen Tau des Waldes.
Ein Grab auf dem Kirchhof predigt in seiner tiefen Lautlosigkeit oft eindringlicher als der Priester auf der Kanzel.
Wer sich Zeit nimmt, der hat sie.
Sterblich ist der Künstler und seine Kunst. Unsterblich allein in der Menschheit ist die Sehnsucht nach Unsterblichkeit.
Die Schönheit im Menschen soll man nicht gering achten, sie ist auch eine Gnade Gottes; je schöner einer ist, desto leichter wird ihm das Bravsein gemacht.
Quelle: "Jakob, der Letzte" - 1889
Peter Rosegger
Der Mensch versteht an fremdem Sange nur das, was er selbst schon empfunden; im wortlosen Liede, in der Musik findet er genau soviel, als er selbst hineinzulegen hat.
Quelle: "Der Gottsucher" - Peter Rosegger
Der Mensch gehört zu Menschen.
Die Menschbrust ist unsere Heimat.
Nicht bloß dem mußt du dankbar sein, der dir Gutes thut, sondern auch dem, der dich mit Bösem verschont.
Man kann unter einem Dache wohnen und doch um mehr als ein Weltmeer voneinander getrennt sein.
Gottes ist die Erde überall und Pilger sind wir alle. Doch der rechte Mensch muß eine Heimat haben, daß er und sein Geschlecht stark sei.
Quelle: "Jakob, der Letzte" - 1889
Peter Rosegger