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Wer nützen will, muss angenehm sein, und meine Feder hat diese Kunst verlernt.
Wenn das Gute das Schlechte über steigt, muss die Sache trotz ihrer Mängel zugelassen werden, und wenn das Schlechte das Gute übersteigt, muss man sie trotz ihrer Vorzüge ablehnen.
Das einzige Mittel, die Leidenschaften zu läutern, ist die Vernunft, und ich habe schon gesagt, dass die Vernunft auf dem Theater gar keine Wirkung hat.
Man kann auf die Leidenschaften nur durch Leidenschaften einwirken.
Als Sklaven und Herren ihrer Eigenliebe leben die Menschen dahin, nicht um zu leben, sondern um andere glauben zu machen, sie hätten gelebt.
Die Redlichkeit ist dem rechtschaffenen Mann noch lieber als den Gelehrten die Gelehrsamkeit.
Der Mensch, der am meisten gelebt hat, ist nicht derjenige, der die meisten Jahre zählt sondern derjenige, der das Leben am stärksten empfunden hat.
Ein Schriftsteller, der gegen den allgemeinen Geschmack schriebe, würde bald für sich allein schreiben.
Das Schmachtende der Liebe entsteht nur in einer süßen Ruhe, eine gewaltige Anstrengung erstickt die zärtlichen Regungen.
Wenn sich die unbesonnene Jugend täuscht, so nicht darin, dass sie genießen will, sondern darin, dass sie den Genuss sucht, wo er nicht ist.
Die bloße Lauheit unseres Willens macht alle unsere Schwachheit aus, und man ist allezeit stark genug, das zu tun, was man will.
Die Bäume, die Sträucher, die Pflanzen sind der Schmuck und das Gewand der Erde.
In den Hauptstädten wird das Menschenblut stets am wohlfeilsten verkauft.
Nun macht aber eigentlich das Land ein Land aus, und das Landvolk macht die Nation aus.
Dankbarkeit ist eine Pflicht, die erfüllt werden sollte, die aber zu erwarten keiner das Recht hat.