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Mißtrauen kommt nie zu früh, aber oft zu spät.
Wenn man menschlich fühlte und dachte, fand man das Wort Sklave zu hart, man sagte Leibeigener, dann Erbmann, dann Fröhner, dann Bauer, von der Sache selbst suchte man immer so viel als möglich zu halten.
Man muss immer annehmen, was ein Mann in öffentlichen Verhältnissen Böses tun kann, das wird er tun, und die Geschichte hat immer zehn Beispiele gegen eins, dass er es tut. Eine Staatsverfassung, die dieser Furcht nicht abhilft, ist also schlecht.
Man darf die meisten Dinge nur sagen, wie sie sind, um eine treffliche Satire zu machen.
Aus Gefälligkeit werden weit mehr Schurken als aus schlechten Grundsätzen.
Das Zwielicht ist der Raum des Dichters und der Kunst überhaupt. Wo die Vernunft an die Sinnlichkeit und die Sinnlichkeit an die Vernunft grenzt, ist der Mensch in seinem schönsten Spiele.
Die gefährlichsten Feinde des Staates sind immer nur die Inhaber der Privilegien.
Wenn die Menschen ohne Leidenschaft wären, würde freilich viel Böses verschwinden, aber auch sehr viel von dem, was jetzt sehr gut aussieht.
Mit dem Degen kann man wohl zuweilen beweisen, dass man Mut hat, aber nie, dass man Ehre besitzt, oft geht daraus das Gegenteil hervor. Ehre und Recht werden nur durch Vernunft dokumentiert, nie durch Waffen.
Wer das erste Privilegium erfunden hat, verdient vorzugsweise so lange im Fegefeuer mit Öl gesotten oder mit Nesseln gepeitscht zu werden, bis das letzte Privilegium vertilgt ist.