Insgesamt finden sich 306 Texte im Archiv.
Es werden maximal 12 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.
Der Reiche dieser Welt, was hat er für Gewinn? Daß er muß mit Verlust von seinem Reichtum ziehn.
Mensch, wenn du noch nach Gott Begier hast und Verlangen, so bist du noch von ihm nicht ganz und gar umfangen.
Nicht alles Gut’ ist gut. Mensch, überred dich nicht! Was nicht in Lieböl brennt, das ist ein falsches Licht.
Wer seine Sinnen hat ins Innere gebracht, Der hört, was man nicht redt, und siehet in der Nacht.
Nichts ist als ich und du, und wenn wir zwei nichts sein, So ist Gott nicht mehr Gott und fällt der Himmel ein.
Christ, du bedarfst nicht viel zur ewigen Seligkeit; es hilft ein einzigs Kraut, das heißt Gelassenheit.
Zwei Menschen sind in mir: Der eine will, was Gott, der andere, was die Welt, der Teufel und der Tod.
Halt an, wo läufst du hin? Der Himmel ist in dir.
Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.
Quelle: "Der Cherubinische Wandersmann" I S. 82
Die Liebe, wenn sie neu,
braust wie ein junger Wein;
je mehr sie alt und klar,
je stiller wird sie sein.
Liebe, die du mich zum Bilde Deiner Gottheit hast gemacht.
Das edelste Gebet ist, wenn der Beter sich In das, vor dem er kniet, verwandelt inniglich.
Der Weise, welcher sich hat über sich gebracht, Der ruhet, wenn er läuft, und wirkt, wenn er betracht’t.
Quelle: "Der Cherubinische Wandersmann" V S. 364