Apho Logo


Angelus Silesius

* 25.12.1624 - † 09.07.1677


Zitate von Angelus Silesius

Insgesamt finden sich 306 Texte im Archiv.
Es werden maximal 12 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Mensch, gib du Gott dein Herz, er gibt dir seines wieder, Ach, welch ein werter Tausch, du steigest auf, er nieder.


Die Gottheit ist ein Brunn’, aus ihr kommt alles her Und läuft auch wieder hin, drum ist sie auch ein Meer.


Wie magst du was begehr’n? Du selber kannst allein Der Himmel und die Erd und tausend Engel sein.


Verwundre dich nicht, Freund, dass ich auf nichts mag sehn: Ich muss mich allezeit nach meiner Sonne drehn.


Die Menschheit ist’s, die man im Menschen lieben soll.


Dort in der Ewigkeit geschieht alles zugleich, Es ist kein Vor und Nach wie hier im Zeitenreich.


Was klagst du über Gott?
Du selbst verdammest dich!
Er möcht’ es ja nicht tun,
das glaube sicherlich.


Quelle: "Der Cherubinische Wandersmann" I S. 137


Wer mir Vollkommenheit, wie Gott hat, ab will sprechen, Der müsste mich zuvor von seinem Weinstock brechen.


Du willst nicht Sklave sein, und doch ist’s wahr, mein Christ, dass deiner Selbstbegier du vielmal Sklave bist.


Ich sag, es hilft dir nicht, dass Christus auferstanden, wo du noch liegen bleibst in Sünd’ und Todesbanden.


Das Wesen Gottes macht sich keinem Ding gemein Und muss doch notwendig auch in den Teufeln sein.


Es ist kein Tod. Ich glaube keinen Tod: Sterb’ ich gleich alle Stunden, So hab’ ich jedesmal ein besser Leben funden.