Apho Logo


Theodor Storm

* 14.09.1817 - † 04.07.1888


Zitate von Theodor Storm

Insgesamt finden sich 68 Texte im Archiv.
Es werden maximal 7 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
du graue Stadt am Meer.
Der Jugend Zauber für und für,
ruht lächelnd doch auf dir,
du graue Stadt am Meer.


Ziehn die Lieder in die Weite, muss der Spielmann hinterdrein.


Am grauen, Strand am grauen Meer
und seitab liegt die Stadt.
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
und durch die Stille braust ein Meer eintönig um die Stadt.


Vom Unglück erst zieh ab die Schuld,
Was übrig bleibt, trag’ mit Geduld.


Ein grünes Blatt aus sommerlichen Tagen,
ich nahm es so im Wandern mit,
auf daß es einst mir möge sagen,
wie laut die Nachtigall geschlagen,
wie grün der Wald, den ich durchschritt.


Das Geld, wenn der Pöbel aller Sorte tanzet um die goldenen Kälber.
halte fest: du hast vom Leben doch am Ende nur dich selber.


Alles schon mal dagewesen!

Wir können nicht verkennen, daß wir lediglich unter Gewalt leben. Das ist desto einschneidender, da es von denen kommt, die wir gegen die Gewalt zur Hilfe riefen und die uns jetzt, nachdem sie jene bewältigen geholfen, wie einen besiegten Stamm behandeln, indem sie die wichtigsten Einrichtungen, ohne uns zu fragen, hier über den Haufen werfen und andere dafür nach Gutdünken oktroyieren; obenan ihr schlechtes Strafgesetzbuch, worin eine Reihe von Paragraphen - längst der juristischen die der Moralkritik verfallen - ehrlichen Leuten gefährlicher sind als den Spitzbuben, die sie angeblich treffen sollen. Obwohl Preußen, sowohl wegen der Art, wie sie das Land gewonnen, als auch weil wir zum geistigen Leben der Nation ein so großes Kontingent gestellt, wie nur irgendein Teil von Preußen - alle Ursache zu bescheidenem Auftreten bei uns hat, so kommt doch jeder Kerl von dort mit der Miene des kleinen persönlichen Eroberers und als müsse er uns erst die höhere Weisheit bringen … Die unglaubliche naive Roheit dieser Leute vertieft die Furche des Hasses, die Preußens Vorfahren tief in die Stirn der Schleswig-Holsteiner eingegraben.