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Die Männer verschließen ihr Herz nur deshalb, damit niemand sieht, daß nichts drin ist.
Die erste Liebe eines Frauenzimmers trifft fast immer einen unwürdigen Gegenstand. In dieser Hinsicht gleichen die Frauenzimmer den neuen Fässern: sie müssen nicht gleich mit Wein, sondern erst mit Wasser gefüllt werden, damit man in Erfahrung bringt, wie viel sie fassen können.
Die Kunst der Hausbesitzer? Angewandte Miethologie!
Die Kunst, einzuschlafen, oder: Die Kunst, sich selbst Langeweile zu machen.
Viele Rezensenten und Journalisten sind wie Kakadus: Sie ziehen die Klauen ein, wenn sie gefüttert werden, und drücken ein Auge zu, wenn sie zu trinken bekommen.
Viele Menschen sind besser als ihr Ruf, weil ihr Ruf schlechter ist als sie.
Manche jungen Männer sind Liebhaber, nicht, weil sie die Liebe haben, sondern weil sie das Haben lieben. Sie betrachten das Herz des Mädchens als Durchgangskammer zur Kasse des Vaters.
Ein gute Gesellschaft muß wie ein gutes Fernrohr zusammengesetzt sein, aus flachen und erhabenen Gläsern. Die meisten jetzigen Gesellschaften sind bloß aus vollen Gläsern zusammengesetzt.
Ein Mann liebt in der Liebe vor allem, daß er geliebt wird. Darum sind die Männer noch eifersüchtig, wenn sie längst aufgehört haben zu lieben.
Jedes Frauenzimmer ist um einen halben Grad feiner als ihr Stand, und jeder Mann um einen halben Grad roher.