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Wer mit einiger Aufmerksamkeit durch die Straßen geht, wird, wie ich glaube, die freudigsten Gesichter in Trauerkutschen finden.
Der letzte Lebensabschnitt eines weisen Mannes wird in Anspruch genommen, die zuvor erworbenen Torheiten, Vorurteile und Fehlmeinungen zu korrigieren.
Quelle: "Aphorismen, Sentenzen und anderes - nicht nur für Mediziner"
5. bearb. Auflage - Johann Ambrosius Barth Verlag Leipzig - 1988
Eine Art Spiegel: wer hineinblickt, sieht im allgemeinen das Gesicht eines jeden, nur nicht das eigene.
Wenn ein wirklich großer Geist in der Welt erscheint, kann man ihn untrüglich daran erkennen, dass sich alle Dummköpfe gegen ihn verbünden.
Die Menschen sind noch widerwärtiger als sie sind.
Es gibt so viele gescheiterte Beziehungen, weil die Frauen zwar gelernt haben, Netze zu knüpfen, aber nicht gelernt haben, Käfige zu bauen.
Häufige Betrachtungen über den Verlauf und die Methode der Erziehung der Jugend ... haben mich zu dem Schluß geführt, daß die Erziehung stets um so schlechter ist, je reicher und vornehmer die Eltern sind.
Quelle: "Lob der Erziehung. Aphorismen für Pädagogen" Hrsg. Winfried Hönes, Wiesbaden - 1988
Wir haben gerade genug Religion in uns, einander zu hassen, aber nicht genug, einander zu lieben.
Wenn uns alte Laster erzählen, was sie und ihre Gefährten in ihrer Jugend erlebten, denken wir immer, diese Zeiten wären doch viel glücklicher gewesen als unsere.
Jedermann wünscht lange zu leben, aber niemand wünscht alt zu werden.