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Gustav Friedrich Schmoller

* 24.06.1838 - † 27.06.1917


Zitate von Gustav Friedrich Schmoller

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Das Handwerk, mit seinen familienartigen, sittlichen Beziehungen zwischen Meister, Geselle und Lehrling, wird mehr und mehr zurückgedrängt.


Für jede rein gleichförmig sich wieder holende Bewegung, welche keine geistige Tätigkeit erfordert, wird mit der Zeit eine Maschine erfunden, dem Menschen bleibt mehr und mehr die rein geistig leitende und künstlerische Tätigkeit.


Die neuen Verkehrsmittel bringen überall hin neue Konkurrenz, und die althergebrachten Gewerbsmethoden werden doch so schwer verlassen.


Das unsittlich hastige Streben nach Besitz und Reichtum auf Seite der Fabrikanten, die Not auf Seite der Arbeiter führt zur Lohnbedrückung, zum Drucksystem, zur absoluten Herrschaft des Kapitals in der Wirtschaft, in der Gesellschaft, im Staat.


Der Einzelne steht unter der Herrschaft der gesellschaftlichen Zusammenhänge, aber diese gesellschaftlichen Zusammenhänge sind für gewöhnlich nicht so wechselnd, dass das Individuum sich nicht nach ihnen richten könnte.