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Jürgen Schwalm

* 29.1.1932


Jürgen Schwalm, Dr. med., geb. 29.1.1932 in Leipzig, aufgewachsen in Kiel, Berlin und Österreich. Abitur in Einbeck. Medizinstudium in Freiburg und Düsseldorf. Staatsexamen und Promotion in Kiel. Von 1965 bis 1996 als Hautarzt in Lübeck niedergelassen.

Artikel über genealogische, mineralogische, medizin-, kunst- und literaturhistorische Themen in Zeitungen und Fachzeitschriften; als Einzelveröffentlichungen erschienen: „Ich musste es auf meine Weise sagen“ – Annette Kolb – Leben und Werk (2006); „Erst Bücher, dann Menschen“ –Zur Geschichte der Bücherverbrennungen (2006); „Eine Reise um das Herz“ – Der Schriftsteller Waldemar Bonsels (2006); „Eine Jugend unter goldenen Türmen“ – Gustav Falke – Leben und Werk (2007).

Genealogische Monographien: Die Nachkommen des Heintz Schwalm von Rückershausen (1974); Arthur Fitger und Theodor Schwalm (Dokumente einer Künstlerfreundschaft in Bremen, 1997); Hedwig und Franziska Dragendorff (Lebensbilder aus dem 19. Jahrhundert, 1997).

Essays über: Johann Heinrich Voß, Christian Adolph Overbeck, Clemens Brentano, Emanuel Geibel, Ida Boy-Ed, Ludwig Ewers, Kurt Schwitters, Karl Ernst von Baer, Georg Dragendorff.

Lyrik- und Prosaveröffentlichungen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien. Seit 1978 Lektor, von 1985 bis 2003 Herausgeber des Almanachs deutschsprachiger Schriftsteller-Ärzte.

Einzelveröffentlichungen u.a.: Aus Nimmermehr ein Immermehr (Gedichte, 1977); Aus den Gebirgen der Schwermut (Gedichte mit Antwortgedichten von Marianne Junghans, 1977); Drehzeit (Prosalyrik mit Zeichnungen von Günther Kressl, 1978);Archaische Träume (Inventionen, 1980); Terminverschiebung (Erzählung, 1981); Farbwechsel (Wortbilder, 1982); Schwingen (Worte und Bilder, 1984; mit Abbildungen von Werken von Eva Schwieger-von Alten und Heinrich Schwieger-Uelzen); Aus Zeit und Raum (Eine Partitur, 1986); Vernissage (Bilder einer Ausstellung, 1990); Heute wieder am Helikon (Ein Hörspiel, 1994), erschien 2002 auch als CD (Musik: Matthias Krohn); Das Schattenspiel der Sonnenuhr (Jahres- und Lebenskreise, 2004), erschien 2007 auch als CD; Der Lebensbaum (Betrachtungen, 2005, erschien 2008 auch als CD); Menuett im Park (Fuß-noten unter Notenlinien, 2005).

Weitere Hörbücher: Wort und Bild und Kunst und Leben (Essay, 2009);Sekundensilben (Lyrische Texte aus fünf Jahrzehnten, 2011).

Typoskript: Erinnerungen Teil 1 „Frühe Jahre“ und Teil 2 „Rückblenden – Aufschlüsse und Verwerfungen“.

Vertonungen von Gedichten durch Christoph Klöhn (1979) und Michael Goldstein (1984); Klavierimprovisationen zu Texten von Jürgen Schwalm durch Hartmut Leistritz (1981).

Lesungen im In- und Ausland (u.a. Japan). Rezitationsveranstaltungen (auch szenisch) mit Texten u.a. von La Fontaine, Oscar Wilde, Kurt Schwitters.

Ausstellungen eigener Bilder (Collagen, Hinterglasmalerei), u.a. in Bad Lippspringe, Burg/Fehmarn, Lübeck,Kiel und Bad Segeberg.

Literatur über Jürgen Schwalm: Deutsches Ärzteblatt 1980 ; Wilhelm Bortenschlager: Deutsche Literaturgeschichte 3, 1996; Hermann Hofer: Fragen stellen und in Frage stellen, Lübecker Nachrichten, 2008; Hermann Hofer: Die vielen Zimmer eines Hauses, Lübecker Nachrichten, 2009; Jakob Wilder: Wanderer zwischen den Welten, Nordlicht, 2011; Hermann Hofer: Ein Dichter, der im Gestern das Heute sucht, Lübecker Nachrichten, 2012; Arzt-Beruf und Kunst-Berufung, Der Lübecker Autor Jürgen Schwalm wird 85, Lübecker Nachrichten, 2017.

Foto des Autors: Jürgen Schwalm
Quelle & Rechte:
© Ulrike Schwalm 2018

Zitate von Jürgen Schwalm

Insgesamt finden sich 5 Texte im Archiv.

Es sind meist die Schwierigkeiten, die wir mit und durch Menschen erleiden, welche bewirken, daß wir sie lieben lernen.


Quelle: "Besinnung und Einsicht : Lebensziele - Lebenswege"
Aphorismen d. 19. u. 20. Jh. ges. u. hrsg. von Hans Margolius u. Ernst Kobelt, Strom-Verlag Zürich - 1981
© Jürgen Schwalm


Schriftsteller und Maler bewohnen verschiedene Zimmer desselben Hauses, aber die Türen zwischen den Zimmern lassen sich jederzeit öffnen.


Quelle: "Exposé"
© Jürgen Schwalm


Es ist unser Los, daß wir die meisten Ziele, die wir uns selbst setzen, nicht erreichen; doch zählt am Ende allein das Engagement, das wir für sie aufbringen konnten.


Quelle: "Besinnung und Einsicht : Lebensziele - Lebenswege"
Aphorismen d. 19. u. 20. Jh. ges. u. hrsg. von Hans Margolius u. Ernst Kobelt, Strom-Verlag Zürich - 1981
© Jürgen Schwalm


Malerei bedeutet für mich die Revolution aller Sinne.


Quelle: "Exposé"
© Jürgen Schwalm


Für viele ist Freundschaft ein rasch aufgegriffenes und fröhlich gebrauchtes Wort, und dabei sollte jede Freundschaft für uns zu einer schweren und mühevollen Aufgabe unseres Daseins werden.


Quelle: "Besinnung und Einsicht : Lebensziele - Lebenswege"
Aphorismen d. 19. u. 20. Jh. ges. u. hrsg. von Hans Margolius u. Ernst Kobelt, Strom-Verlag Zürich - 1981
© Jürgen Schwalm