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Henri Stendhal

* 23.01.1783 - † 23.03.1842


Zitate von Henri Stendhal

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Man braucht Einsamkeit, um sich seinem Herzen hinzugeben, um lieben zu können, aber man muss in der Gesellschaft zu Hause sein, wenn man Erfolg haben will.


In der gepflegten Liebe, vielleicht auch in den ersten fünf Minuten der leidenschaftlichen Liebe schätzt eine Frau den Geliebten mehr nach seinem Wert in den Augen anderer Frauen ein als dem in ihren eigenen.


Ich nenne allein das Leidenschaft, was in langen Heimsuchungen sich bewährt, und zwar in solchen, die unsere Romane zu schildern sich hüten, weil sie sie zu schildern nicht vermögen.


In der frühen Jugend gleicht die Liebe einem alles mit sich fortreißenden Strom, und man weiß, dass sich gegen ihn anzukämpfen nicht lohnt. Eine feinsinnige Frau von achtundzwanzig Jahren dagegen kennt sich genau.


Das wahre Vaterland ist das Land, wo man die meisten Menschen trifft, die einem gleichen.


In welchem Land der Erde sind die Ehen am glücklichsten? Unzweifelhaft im protestantischen Deutschland.


Frauen, die immer gekränkt sind, sollten sich fragen, ob sie sich mit einer solchen Lebensart wirklich auf dem Weg zum Glück glauben. Fehlt nicht im Herzen einer Spröden ein wenig Mut, und ist nicht ein wenig niedere Rachsucht dabei?


Die leidenschaftliche Liebe macht, dass der Mensch die Natur in ihren erhabensten Erscheinungen als etwas ganz Neues entdeckt. Er wundert sich, nie zuvor das einzigartige Schauspiel genossen zu haben, das sich jetzt vor seiner Seele abspielt.


In Musikdingen wird sogar der vernünftigste Mann zum Schwärmer, weil er über das Warum der Gefühle keine Rechenschaft ablegen kann.


Galante Frauen leiden darunter, dass sie selbst von sich und alle Menschen von ihnen denken, sie verfehlen ihr Leben.