Apho Logo


Leon R. Tsvasman

* 28.12.1968


Dr. Leon R. Tsvasman wurde am 28.12.1968 in Tscheljábinsk, als Sohn eines Arztes und einer Musikpädagogin, geboren. Im Alter von fünfzehn Jahren wurde er Mitglied der Philosophischen Gesellschaft der Akademie der Wissenschaften Urals.

1987 began er ein Studium der Humanmedizin. Nach einigen Jahren Reportertätigkeit studierte er Journalismus an der Moskauer Lomonossow-Universität. In Deutschland absolvierte Tsvasman 2007 schließlich ein Magisterstudium in Kommunikationswissenschaften, Anglistik, Politik an den Universitäten Essen und Bonn.

Bis Anfang 2000 wirkte Tsvasman überwiegend aufklärerisch, machte sich auch als Querdenker einen Ruf unter den Wegbereitern der Crossmedia-Branche, entwickelte eine kybernetisch inspirierte Managementphilosophie. 2002 promovierte er in Medienwissenschaften bei Prof. Dr. S. J. Schmidt an der Universität Münster/Westf.. Seit 2002 interdisziplinär lehrend, beratend und publizistisch tätig. Autor mehrerer Bücher, darunter "Das große Lexikon Medien und Kommunikation" (2006).

Foto des Autors: Leon R. Tsvasman
Quelle & Rechte:
Dr. Leon R. Tsvasman

Zitate von Leon R. Tsvasman

Insgesamt finden sich 137 Texte im Archiv.
Es werden maximal 10 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Eine moderne Gesellschaft, die es wagt, ihre existentiellen Energien aus dem Animalischen zu schöpfen, überquert die Schwelle von einer rational-positivistischen zu einer magisch-esoterischen Ordnung.


Quelle: "Exposé"
© Leon R. Tsvasman


Je präziser die Inhalte, desto wilder die Sehnsüchte.


Quelle: "Exposé"
© Leon R. Tsvasman


Betrachten wir zukünftige KI als ein potenziell übermächtiges Instrument der Wirklichkeits-Verwaltung, müssen wir im Sinne ihrer, der menschlichen Potenzialität entsprechenden Aktualität schon jetzt Regeln aufstellen, mit dem Ziel, mindestens der irreparablen Deformation unserer künftigen Lebenswelt vorzubeugen.


Quelle: "AI-Thinking: Dialog eines Vordenkers und eines Praktikers über die Bedeutung künstlicher Intelligenz" - März 2019
© Leon R. Tsvasman


Die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, macht die Intelligenz einer Berufung aus: Der Künstler verortet sie, der Wissenschaftler macht sie zum Wissen. Ein Praktiker verdinglicht sie, ein Unternehmer verwaltet ihre Wirklichkeit. Und ein Politiker ist jemand, der die Zusammenhänge glaubhaft zu ignorieren vermag.


Quelle: "Exposé"
© Leon R. Tsvasman


KI dient tendenziell der vollkommenen Automatisierung der Komplexitätsreduktion. Sie übernimmt somit die Funktion des alten Logos, das davor überwiegend in menschlichen Köpfen und technischen Infrastrukturen weilte. In der KI-Ära wird sie aus den menschlichen Köpfen in die stabileren, ausgelagerten Träger, die Informations- und Kommunikations-Technologien, überführt.


Quelle: "AI-Thinking: Dialog eines Vordenkers und eines Praktikers über die Bedeutung künstlicher Intelligenz" - März 2019
© Leon R. Tsvasman


Wenn dies so möglich wird, fängt die Post-KI-Ära an. "Post" meint dabei, dass KI nicht mehr sichtbar ist: Wie Elektrizität, die aus der Steckdose kommt, wird die unsichtbare, starke KI der Zukunft die menschliche Lebenswelt veredeln oder die Verzerrung durch den Logos, die ich "the great distortion" nenne, kompensieren.


Quelle: "AI-Thinking: Dialog eines Vordenkers und eines Praktikers über die Bedeutung künstlicher Intelligenz" - März 2019
© Leon R. Tsvasman


Unsere Zivilisation wird vom Prinzip der Zahl verwaltet: Die Tatkraft der Menge sublimiert die Macht ihrer Repräsentation.


Quelle: "Exposé"
© Leon R. Tsvasman


Die Befreiung von einer für unsere Gehirne höchst energieaufwändigen Rationalität ... eine im Industriezeitalter notwendige Forderung, um die menschliche Wahrnehmung, aber auch die organische Selbstregulation vor Schäden zu bewahren.


Quelle: "AI-Thinking: Dialog eines Vordenkers und eines Praktikers über die Bedeutung künstlicher Intelligenz" - März 2019
© Leon R. Tsvasman


Eine politisch sanktionierte Zwangsverblödung beginnt mit der Ignoranz gegenüber dem Humanpotential und endet mit der Vernichtung des Humankapitals.


Quelle: "Exposé"
© Leon R. Tsvasman


In einer Zeit, in der Wirkende immer weniger denken, bewirken Denkende immer weniger. So wird die Wirkung hohl, der Gedanke zynisch und die Zeit vergeudet.


Quelle: "Exposé"
© Leon R. Tsvasman