Insgesamt finden sich 700 Texte im Archiv.
Es werden maximal 15 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.
Der Hauptirrtum im Leben der Menschen besteht darin, dass jeder meint, sein Leben werde dirigiert von der Sucht nach Genuss und von der Abscheu vor Leiden.
Wenn du an einen hölzernen Gott zu glauben aufhörst, so heißt das nicht, daß es keinen Gott gibt, sondern nur, daß er nicht aus Holz ist.
Die Erbfolge der Zaren beweist, wir können auf die Vorzüge dieser Herrscher verzichten.
Jede Mehrung deines Besitzes verwende nicht für dich selbst, sondern für die Gesellschaft.
Ja, Fortschritt heißt Vermehrung des Lichts, aber dieses Licht ist immer dasselbe.
Friede ist das höchste materielle Glück der menschlichen Gesellschaft, wie des Individuums höchstes materielles Glück die Gesundheit ist.
Der Tod ist unvermeidlicher als das Kommen der Nacht, des Winters. Wir bereiten uns zur Nacht, zum Winter vor, warum bereiten wir uns nicht zum Tode vor? Die einzige Vorbereitung zum Tode ist ein rechtschaffener Lebenswandel. Je tugendhafter das Lehen ist, um so geringere Bedeutung erhält der Tod, und um so weniger Furcht erweckt er. Im Tode gibt es nichts Schreckliches. Das, was schrecklich ist im Tode, hängt vom Leben ab.
Wenn man leidet, muss man Einkehr halten, nicht nach Streichhölzern suchen, sondern das Licht löschen, das gerade leuchtet und uns daran hindert, unser wahres Ich zu erkennen.
Winzige Veränderungen machen das wahre Leben aus.
Die Kraft des Gedankens ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst.
Aufgabe der Wissenschaft muss die Erkenntnis dessen sein, was sein soll, und nicht dessen, was ist.
Wir wissen, dass wir ohne physische Anstrengung nichts erreichen können. Warum glauben wir dann, im geistigen Bereich ließe sich etwas ohne Anstrengung erreichen?
Das Ideal ist die Harmonie. Nur die Kunst fühlt dies.
Willensfreiheit ist das bewusste Begreifen des eigenen Lebens. Frei ist, wer sich als lebendig begreift. Und sich als lebendig begreifen heißt, das Gesetz seines Lebens zu begreifen, heißt, danach zu streben, das Gesetz des eigenen Lebens zu erfüllen.
Einseitigkeit ist die Hauptursache für das Unglück des Menschen.