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Nikolajewitsch Leo Tolstoi

* 09.09.1828 - † 07.11.1910


Zitate von Nikolajewitsch Leo Tolstoi

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Der Geschlechtstrieb ist ein Übel, ein schreckliches Übel, das man bekämpfen und nicht, wie bei uns, fördern soll.


Gegen unsere Leidenschaften müssen wir List gebrauchen.


Wenn die Menschen den Demokratismus des Regierens einmal so weit entwickelt haben, dass alle Menschen mitregieren, wird es gar kein Regieren mehr geben jeder ist dann sein eigener Regent.


Den Menschen dienen? Und was sollen die tun, denen wir dienen?


Die einzige Lösung ist: jeden Augenblick seines Lebens mit Gott zu leben, seinen und nicht den eigenen Willen zu tun. Aber wenn man diese Stütze, dieses wahre Leben vorübergehend verliert, zappelt man hilflos wie ein Fisch auf dem Trockenen.


Vor dem Druck darf man seine Werke niemandem zeigen. Man bekommt mehr schädliche Urteile als vernünftige Ratschläge zu hören.


Wenn man träumt, hat man allgemein nur die allerniedrigsten Gedanken. Weil im Traum der Verstand am Werk ist, die Vernunft hingegen, die Kraft der sittlichen Bewegung, fehlt.


Das Wichtigste ist das Eigentum an Land. Wäre festgelegt, dass es kein Eigentum an Land gibt und das Land dem gehört, der es bearbeitet, so wäre dies die dauerhafteste Garantie der Freiheit.


Die Harmonie zwischen den Ehegatten erfordert, dass sich in den Ansichten über Welt und Leben, falls sie nicht übereinstimmen, derjenige, der weniger darüber nachgedacht hat, dem unterordnet, der mehr darüber nachgedacht hat.


Im Gefängnis die Schönheit eines Sonnenstrahls, einer Fliege, von Tönen.


Das Gute ohne Schönheit ist qualvoll. Erst die Vereinigung von beidem und nicht die Vereinigung, sondern die Schönheit als Krönung des Guten. So könnte die Wahrheit lauten.


Einseitigkeit ist die Hauptursache für das Unglück des Menschen.


Nur durch ein Kunstwerk kann man auf Irrende einwirken und erreichen, was man gewöhnlich durch Polemik zu erreichen sucht. Durch ein Kunstwerk kann man ihn bis ins Mark erschüttern und auf den richtigen Weg drängen.


Liebe dich im gleichen Maße wie die anderen und hilf vor allem denen, die besonders unglücklich sind und denen du am leichtesten helfen kannst.


Will man in dieser Welt gut leben, muss man ihre Irrealität begreifen, begreifen, dass ihre äußere Form eine von unendlich vielen Zufälligkeiten, und folglich ein Nichts, ist.