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Karl Julius Weber

* 20.04.1767 - † 19.07.1832


Zitate von Karl Julius Weber

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Wahrlich, es ist ein Unglück, nie Unglück zu haben.


Verschiedenheit der Religionsmeinungen findet sich nur bei Alltagsmenschen. Leute von Geist haben nur eine Religion.


Wären die Menschen mit ihrem Glück so zufrieden wie mit ihrem Verstande, welche Millionen Glücklicher!


Der Genuß der Ruhe und heitern Betrachtung ersetzt dem Greise besserer Art alles Feuer seiner Jugend; und je stürmischer seine Leidenschaften waren, desto höher schätzt er die Unabhängigkeit von der Welt.


Phantasie kann sehr glücklich, aber auch sehr unglücklich machen und spielt eine höchst wichtige Rolle im Kapitel der Lebensweisheit.


In der Jugend sind wir in der Regel sanguinisch, in späteren Jahren cholerisch, nach der Ernte der Erfahrungen mehr oder weniger melancholisch und im hohen Alter stumpf wie das Phlegma.


Man versteht unter Gott die verständige Ursache der Welt; also ist nur der ein Gottesleugner, der behauptet, daß die Welt keine Ursache, oder diese Ursache keinen Verstand habe.


Eine heillose Theologie führte viele zum Atheismus, welche gesunde Philosophie wieder zurückbrachte, und daher weit weniger Atheisten.


Die größte Tugend der Alten und eine der Hauptquellen des Frohsinns – Einfachheit.


Aufklärung ist Zucker; aber eine überzuckerte Speise ist fade, widriger und schlechter als eine, die mäßig oder gar nicht gezuckert ist. Der Unfug, den man mit dem Wort ›Aufklärung‹ getrieben hat, macht sie beinahe zum Ekelnamen.