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Jakob Wassermann

* 10.03.1873 - † 01.01.1934


Zitate von Jakob Wassermann

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Wir können der Wirklichkeit nicht habhaft werden. Sie muß gestutzt, gekürzt, geknetet, ja, sie muß umgeglüht werden, und der Ofen, in dem die Umglühung vorgenommen wird, ist die Phantasie.


Quelle: "Tagebuch aus dem Winkel, Erzählungen und Aufsätze aus dem Nachlaß." 1935


Das Wandern und Schweifen ist eine grund- und tiefdeutsche Eigenschaft. Immerfort sind sie unterwegs. Kärrner, Kaufleute, Künstler, Dichter, Mädchen und Knaben.


Einstmals wart ihr ein Volk von Jägern und Abenteurern, unseßhaft und den Sternen gehorsam, jetzt stieren noch die Besten wie behext auf die Nummernklappen an der Börse, und die Wälder, in denen sie vordem Gottes Atem spürten, sind entweder längst vom Erdboden verschwunden, oder sie bilden nur noch Handelsobjekte und Effektenwerte.


Jede ungewöhnliche Geistes- und Charakterleistung beruht auf einer sublimierten Verwandlungskunst.


Quelle: "Der Fall Maurizius" 1928


Die öffentliche Meinung, ein Ding, ebenso feig wie ungreifbar, orakelt nur aus sicheren Hinterhalten.


Quelle: "Caspar Hauser oder die Trägheit des Herzens" 1908