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Heinz Conrads

* 21.12.1913 - † 09.04.1986


Heinz Conrads wurde am 21. Dezember 1913 in Wien geboren. Seine musische Begabung, seine Liebe zum Theater und zur Schauspielkunst veranlassten ihn, schon in frher Jugend bei Laiengruppen und Theatervereinen sich als Schauspieler zu versuchen. Dem Wunsch seines Vaters folgend, erlernte Heinz Conrads aber vorerst die Modelltischlerei und beendete 1931 seine Ausbildung. Infolge der schlechten wirtschaftlichen Verhltnisse entschloss sich Heinz Conrads, sich beim sterreichischen Bundesheer als Freiwilliger zu melden.

1933 wurde er zum "Telegraphen-Bataillon Nr. 2" in die Meidlinger Kaserne bei Wien als Funker einberufen. Nachdem Heinz Conrads zum Zugsfhrer befrdert worden war, wurde er dem "Telegraphenzug des Wiener Gardebataillons" in der Hofburg zugeteilt.

Whrend des II. Weltkrieges, an dem Heinz Conrads whrend des Einmarsches in Polen teilnahm, wurde er wegen einer dort erlittenen schweren Krankheit nach Wien versetzt. In Wien gelangte sein Schauspieler-Talent endgltig zum Durchbruch. Heinz Conrads organisierte "Bunte-Kompanie-Abende", Feste und Veranstaltungen, bei denen er sich als Confrencier und Parodist bettigte. Bei der Wehrmacht lernte er den Musiker Heinz Sandauer kennen, der das Talent von Heinz Conrads frderte und auf dessen sptere Berufslaufbahn entscheidenden Einfluss nahm.

Heinz Conrads nahm Schauspielunterricht und 1942 legte er die Eignungsprfung ab. Im gleichen Jahr wurde Heinz Conrads von der Theaterdirektorin Friedl Czepa am Wiener Stadttheater engagierte.

Nach Kriegsende, verhalf ihm die Konzert- und Variet-Agentur Hans Neroth, zu seinen ersten Kabarett-Verpflichtungen. Damals kannte ihn das Publikum als Confrencier bei Kino-Veranstaltungen, "Bunten Abenden", Modeschauen, Rtselspielen und Hausfrauen-Nachmittagen.

Von 1945 bis 1948 war Heinz Conrads im Wiener Kabarett "Simpl" engagiert.

Auf Betreiben von Hugo Wiener, kehrte Heinz Conrads 1950 wieder an das Wiener Kabarett "Simpl" unter Karl Farkas zurck, wo er bis zum Jahre 1955 blieb. Heinz Conrads bettigte sich auch wieder als Schauspieler, unter anderem in einer Rolle in der Oscar-Straus-Operette "Ein Walzertraum" am Wiener Stadttheater. 1946 begann Heinz Conrads sein Wirken beim Rundfunk mit der Sonntag- Morgensendung "Was machen wir am Sonntag, wenn es schn ist?", die spter unter dem Titel "Was gibt es Neues hier in Wien?" und letzten Endes unter dem Titel "Was gibt es Neues?" ausgestrahlt wurde, und die er 40 Jahre lang selbst gestaltete und interpretierte.

1947 verkrperte der Knstler im Wiener Stadttheater den "Zwirn" in dem Singspiel "Die Drei von der Donau" von Robert Stolz . Bei den Salzburger Festspielen 1952 spielte er in Hofmannsthals "Jedermann" den "Dnnen Vetter".

1953 holte ihn Direktor Franz Sto an das Theater in der Josefstadt, wo er in vielen Rollen, unter anderem als "Liliom" von Franz Molnr, als "Braver Soldat Schwejk" von Jaroslav Hasek und in dem Stck "Das Ei" von Flicien Marceau, durch hervorragende schauspielerische Leistungen auf sich aufmerksam machte.

Innerhalb von 15 Jahren wirkte Heinz Conrads in 32 Filmen mit, unter anderem in "Knig der Manege", "Vier Mdels in der Wachau", "Frhling auf dem Eis" und "Feldherrnhgel".

1955 begann Heinz Conrads seine Ttigkeit beim Fernsehen. 1957 wurde erstmals die Fernsehsendung "Was sieht man Neues", spter unter dem Namen "Guten Abend am Samstag" fast dreiig Jahre gesendet wurde, am Samstag Abend ausgestrahlt.

In den siebziger Jahren debtierte der Knstler in einer Silvestervorstellung in der Wiener Staatsoper als "Frosch" in der Johann-Strau-Operette "Die Fledermaus", diese Rolle spielte er ab 1973 hufiger in der Wiener Volksoper.

Heinz Conrads war ein hervorragender Interpret des Wiener Liedes, unter anderem "Der Schuster Pokerl", "Bitt' Sie, Herr Friseur", "Der alte Novotny", "Stellt's meine Ross' in Stall". Viele Lieder hatte Heinz Conrads selbst komponiert und getextet, so auch sein Lieblingslied "Als meine Tochter Klavierspielen lernte".

Heinz Conrads wurden im Laufe seines Schaffens zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen zuteil, so erhielt er unter anderem das Goldene Ehrenzeichen fr Verdienste um die Republik sterreich, das Groe Ehrenzeichen fr Verdienste um das Bundesland Niedersterreich, das sterreichische Ehrenkreuz fr Wissenschaft und Kunst, das Goldene Ehrenzeichen fr Verdienste um das Land Wien und die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold. 1973 wurde ihm der Titel "Professor" verliehen.

Heinz Conrads starb am 9. April 1986 in Wien und wurde auf dem Hietzinger Friedhof in einem Ehrengrab bestattet.



Zitate von Heinz Conrads


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