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Federico García Lorca

* 05.06.1898 - † 19.08.1936


Federico García Lorca wurde am 5. Juni 1898 als Sohn eines Großbauern in Fuentevaqueros bei Granada geboren. Garcia Lorca studierte Philosophie, Literatur und Rechtswissenschaften in Granada und Madrid. Dort wurde er in die Kreise moderner Dichter und Künstler aufgenommen und lernte unter anderem Salvador Dalí, Luis Buñuel und Rafael Alberti kennen. Zwischen 1919 und 1934 lebte er hauptsächlich in Madrid, wo er Theateraufführungen arrangierte und in Lesungen seine Gedichte der Öffentlichkeit vorstellte. 1921 erschienen frühe Dichtungen, gesammelt in seinem ersten Gedichtband "Libro de poemas".

Gemeinsam mit dem Komponisten Manuel de Falla organisierte Garcia Lorca 1922 erstmals ein Festival des "cante jondo", einer altandalusischen Richtung der Zigeunermusik, die mit ihrem schwermütigem und zutiefst tragischem Gesang sein Werk wesentlich beeinflusste. "Poema del cante jondo" (Dichtung vom tiefinneren Sang) war auch der Titel seines 1931 erschienenen Gedichtzyklus, den er bereits zum Festival fertig gestellt hatte. Sein erstes erfolgreiches Bühnenwerk war das historische Drama "Mariana Pineda" (1928). Mit seinen leidenschaftlichen "Zigeunerromanzen" (1928, Romancero gitano) machte sich Garcia Lorca sowohl unter den Gebildeten als auch in der spanischen Bevölkerung einen Namen und wurde zum fahrenden Vertreter der spanischen Autorengruppe "Generation von 1927". Als äußerst vielseitige Künstlerpersönlichkeit arbeitete er auch als Maler, Komponist und Pianist; seine Musikalität spiegelt sich in Rhythmus und Melodie seiner klangvollen Gedichte wider.

Zwischen 1929 und 1930 lebte Garcia Lorca in New York und Kuba. Während dieser Zeit entstanden die Gedichte, die später in seinem posthum veröffentlichten Werk "Poeta en Nueva York" (1940, Dichter in New York) zusammengefasst wurden. In diesem Band bringt er sein Grauen angesichts der Rohheit der mechanisierten Gesellschaft in stark kontrastierenden Metaphern zum Ausdruck. Nach seiner Rückkehr nach Spanien im Jahr 1931 leitete er das staatlich geförderte Studententheater "La Barraca", das vor allem in ländlichen Gebieten und Arbeiterstädten spielte. Auf dem Lande angesiedelt ist auch seine in lebhafter symbolischer Sprache abgefasste Tragödie "Bodas de sangre" (1933, Bluthochzeit), die auf eine wahre Begebenheit zurückgeht und Eifersucht und den Tod zweier Rivalen im Kampf um eine Frau zum Inhalt hat. Mit diesem Stück leitete Garcia Lorca eine neue Phase in der Entwicklung des modernen poetischen Theaters ein.

In den darauf folgenden Jahren entstanden die großen Tragödien "Yerma" (1934) und "La casa de Bernarda Alba" (aufgeführt 1945, Bernarda Albas Haus) sowie die Tragikomödie "Doña Rosita la soltera" (1935, Doña Rosita bleibt ledig oder Die Sprache der Blumen).

In den Wirren des ausbrechenden Spanischen Bürgerkrieges wurde Garcia Lorca am 19. August 1936 von einem Falangistenkommando in Viznar festgenommen und ohne Urteil erschossen. Die genauen Umstände, die zu seinem Tod führten, wurden niemals geklärt. An der Stelle der Hinrichtung befindet sich heute eine Gedenkstätte.

Zu seinen weiteren Werken zählen die Komödie "La zapatera prodigiosa" (1930, Die wundersame Schustersfrau), das tragische Gedicht auf den Tod eines Stierkämpfers "Llánto por lgnacio Sánchez Mejías" (1935), sowie das Drama "Bernarda Albas Haus" (posthum 1945).



Zitate von Federico García Lorca

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