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Hugo Hirsch

* 12.03.1884 - † 16.08.1961


Hugo Hirsch wurde am 12. März 1884 in Birnbaum in der damaligen Provinz Posen geboren. Nach einem Medizinstudium in Breslau wechselte er auf das Stettiner Konservatorium und kam endlich nach Berlin, wo er bei Johannes Doebber studierte.

1912 wurden in Breslau und in Düsseldorf seine ersten Vaudeville-Operetten gespielt. Populär wurde das Titellied der Posse "Geh´n se bloß nicht nach Berlin" von und für Otto Reutter, ein Evergreen das von Trude Hesterberg interpretierte Lied "Wer wird denn weinen, wenn man auseinander geht" aus dem 1920 in Barnowskys Deutschem Künstlertheater in der Nürnberger Straße uraufgeführten musikalischen Schwank Die Scheidungsreise. Mit gut funktionierender Unterhaltung, leicht fassbaren Melodien und witzigen Libretti gelang Hirsch ein Erfolg nach dem anderen, 1922 "Die tolle Lola", 1923 "Dolly und Der Fürst von Pappenheim" mit Willi Kollos Hit "Und zum Schluss, ganz zum Schluss schuf der liebe Gott den Kuss".

1924 lief das Stück unter dem Titel "Toni" am Londoner Shaftesbury Theatre über ein Jahr lang en suite. 1925 gab es in Berlin vier Hirsch-Uraufführungen, im Operettenhaus am Schiffbauerdamm wurde "Komm doch endlich" gespielt, im Theater am Schiffbauerdamm "Der blonde Traum", im Lessingtheater "Die Abenteuer des Herrn Meiermax" und im Deutschen Künstlertheater "Monsieur Troulala". Auf dem Höhepunkt seines Ruhms zog sich Hugo Hirsch ins Lebenskünstlertum zurück, skizzierte Melodien und ließ diese dann orchestrieren, z. B. vom dem kaum achtzehnjährigen Franz Grothe für die Revue "Wieder Metropol".

1933 emigrierte Hugo Hirsch nach London, später lebte er in Belgien und in Frankreich, wo er gemeinsam mit seiner nichtjüdischen Frau den Krieg überlebte. Nach seiner Rückkehr ins Berlin der 50er Jahre wurden zwei seiner Operetten verfilmt, 1952 "Der Fürst von Pappenheim" mit Victor de Kowa, Hannelore Schroth, Grethe Weiser und Georg Thomalla, 1954 "Die tolle Lola" mit Grethe Weiser, Wolf Albach-Retty und Walter Giller.

Hugo Hirsch starb am 16. August 1961 in Berlin.



Zitate von Hugo Hirsch


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