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Johann Peter Hebel

* 10.05.1760 - † 22.09.1826


Johann Peter Hebel wurde am 10. Mai 1760 in Basel geboren und am 13. Mai des gleichen Jahres getauft. Hebels Eltern waren Bedienstete im Hause der Familie Iselin in Basel. Schon ein Jahr nach Hebels Geburt starb dessen Vater.

Hebels Begabung wurde schon früh vom Pfarrer in Hausen, F. K. Obermüller, erkannt der zu dieser Zeit Dekan in Schopfheim war und den dortigen Lateinlehrer August Gottlieb Preuschen kannte. Daraufhin begann Johann Peter Hebel in Schopfheim Latein zu lernen. Während der Sommermonate, wenn Hebels Mutter bei der Familie Iselin arbeitete, lernte Hebel bis 1772 am Gymnasium in Basel.

Im Frühjahr 1773 erkrankte Hebels Mutter, deren Wunsch es war heimgebracht zu werden, sie starb jedoch noch auf der Landstraße nach Hausen im Schwarzwald. Als sein Lateinlehrer von Schopfheim ans Gymnasium nach Karlsruhe versetzt wurde, erhielt der Waisenknabe ein Stipendium und wohnte Vier Jahre beim Karlsruher Pfarrer und Lehrer August Gottlieb Preuschen.

Am 28. April 1778 bricht Hebel nach Erlangen auf um dort sein Theologiestudium an der Universität zu beginnen. Schon zwei Jahre später wird Hebel Hauslehrer und Vikar bei Pfarrer Ph. J. Schlotterbeck in Hertingen bei Müllheim in Baden.

Von 1783 bis 1791 war Hebel Lehrer am Pädagogium in Lörrach. Hebel unterrichtete Religion, Latein, Griechisch, Mathematik und hielt als Vikar noch Predigten in Lörrach und Grenzach. 1791 wurde Hebel Religionslehrer am Gymnasium in Karlsruhe und predigte gelegentlich in der Stadtkirche zu Karlsruhe.

Das Gymnasium in Karlsruhe besaß das Privileg, einen Kalender verlegen zu lassen. Hebel, der ein hervorragender Beobachter war, schrieb bald den "Rheinischen Hausfreund" ganz allein und so entstanden von 1808 bis 1811 jene kleinen humorvollen und auch belehrenden Kalendergeschichten. Von denen Hebel, auf Vorschlag des Verlegers Johann Friedrich Freiherr von Cotta (1764-1832), die geschätztesten Artikel des "Rheinischen Hausfreund" im "Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds" vereint und diese 1811 in mehreren Auflagen veröffentlicht werden.

1798 wird Hebel Professor für Dogmatik und Hebräisch und wenig später Kirchenrat und Direktor des Gymnasium in Karlsruhe. 1809 wird Hebel Mitglied der evangelischen Kirchen- und Prüfungskommission. Hebel war am Zusammenschluss der lutherischen und der reformierten Kirche in der "Union" wesentlich beteiligt.

1819 wird Hebel evangelischer Prälat und wird Mitglied der 1. Kammer der badischen Landstände. 1821 wird er Ehrendoktor der Universität in Heidelberg. 1824 erscheint Hebels letztes Buch, die "Biblischen Geschichten".

Johann Peter Hebel starb am 22. September 1826, im Alter von 66 Jahren, auf einer Dienstreise nach Schwetzingen.



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