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Dag Hammarskjöld

* 29.07.1905 - † 17.09.1961


Dag Hjalmar Agne Carl Hammarskjöld wurde am 29. Juli 1905, als Sohn des schwedischen Gelehrten Hjalmar Hammarskjöld (1862-1953), in Jönköping geboren. Seine Kindheit verlebte Hammarskjöld in Uppsala, wo sein Vater von 1907 bis 1930 Gouverneur war, und in Stockholm, wo sein Vater von Februar 1914 bis zum März 1917 das Amt des Premierminister inne hatte. In Uppsala besuchte Hammarskjöld das Gymnasium, das er mit dem Abitur beendete.

Das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften beendete Hammarskjöld mit einem hervorragendem Examen und unterrichtete im Anschluss an letzteres einige Jahre Politikwissenschaften in Stockholm. Seinen Zivildienst absolvierte Hammarskjöld als Sekretär im schwedischen Finanzministerium.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Hammarskjöld im schwedischen Außenministerium, bis er 1951 zum stellvertretenden Außenminister ernannt wurde und dieses Amt als Regierungsmitglied der Sozialdemokratischen Partei bis 1953 inne hatte. Nachdem sich Hammarskjöld als Vertreter Schwedens auf zahlreichen internationalen Konferenzen einen Namen gemacht hatte, wurde er 1953 unerwartet zum UN-Generalsekretär gewählt. Sein Engagement galt den Menschen in der "Dritten Welt" und der Erhaltung des Friedens. Er praktizierte auch erstmals die so genannte "vorbeugende Diplomatie", das heißt der Versuch, Streitigkeiten ohne eine besondere Ermächtigung eines anderen UN-Organs beizulegen, ehe sie ein akutes Stadium erreichen.

1954 wurde Hammarskjöld zum Mitglied der königlich schwedischen Akademie gewählt und trat somit in die Fußstapfen seines Vaters.

Dag Hammarskjöld, der 1957 wieder gewählt wurde, war sicherlich der herausragende Generalsekretär der Vereinten Nationen. In den 50er Jahren hatte sich die Mitgliederstruktur der UN dramatisch geändert und gab der Organisation ein neues Gesicht, das die Amtszeit des zweiten Generalsekretärs prägte. Im Rahmen der Entkolonialisierung traten viele Entwicklungsländer bei, die Gesamtmitgliederzahl stieg bis 1960 auf 100. Zum vorherrschenden Ost-West-Gegensatz in Form des Kalten Krieges kam der Nord-Süd-Konflikt. Dabei buhlten die Supermächte um die Stimmen der Dritten Welt, um ihren Einfluss in der Generalversammlung zu vergrößern. Hammarskjöld musste so zwischen den verfeindeten Großmächten manövrieren und die unterschiedlichen Interessen der Dritte-Welt-Staaten berücksichtigen. Erfolgreich war er bei der Durchführung der Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und den arabischen Staaten, trug zur friedlichen Beilegung der Suez-Krise durch Aufstellung einer Friedenstruppe bei und organisierte den Einsatz einer UN-Beobachtergruppe im Bürgerkrieg Libanons. Seine Haltung in der Kongo-Krise und der Einsatz einer Friedenstruppe brachte ihm heftige Kritik einzelner UN-Mitgliedstaaten.

Dag Hammarskjöld kam am 17. September 1961 bei einem ungeklärten Flugzeugabsturz während einer UN-Mission bei Ndola in Sambia ums Leben. Noch im selben Jahr wurde Hammarskjöld posthum der Friedensnobelpreis verliehen.



Zitate von Dag Hammarskjöld


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