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Friedrich Max Müller

* 06.12.1823 - † 28.10.1900


Friedrich Max Müller wurde am 6. Dezember 1823, als Sohn des Liederdichters Wilhelm Müller, in Dessau geboren.

Müller besuchte die Nikolaischule in Leipzig und anschließend die dortige Universität, wo er Philologie und Philosophie studierte. Nach seiner Promotion 1843 wandte er sich speziell den Sprachen Arabisch und Sanskrit sowie der Religionsgeschichte zu. 1844 veröffentlichte er in Leipzig bereits seine Übersetzung der Fabelsammlung "Hitopadeca" und 1847 "Kalidùsas Meghadùta".

Müller ging anschließend nach Berlin und studierte im Wintersemester 1884/45 zusammen mit Paul Anton de Lagarde bei Friedrich Rückert Persisch. 1845 zog es Müller nach Paris sowie im darauf folgenden Jahr nach England.

Seit 1850 arbeitete Müller in Oxford, wo er den Auftrag erhielt, an der Universität Vorlesungen über Literaturgeschichte und Vergleichende Grammatik zu halten. 1851 wurde er Ehrenmitglied der Universität und des Christ Church College und erhielt 1854 eine ordentliche Professur für neue Sprachen und Literaturen. 1856 trat er in das Kuratorium der Bodleian Library ein, wo er zwischen 1865 und 1867 auch als Bibliothekar der orientalistischen Abteilung arbeitete. 1858 wurde er zum Fellow des All-Souls-Kollege gewählt.

1868 gründete die Universität Oxford eine Professur für vergleichende Religionswissenschaft und ernannte Müller zum ersten Professor dieses Lehrstuhls. Dies erzeugte viel Unruhe in der Kirchenhierarchie, die das Fach als potentielle Gefahr für den Anspruch des Christentums auf Universalität ansah. Im Sommer 1872 hielt er Vorlesungen in Straßburg.

1875 zog sich Müller vom Lehramt zurück, um sich ganz der von ihm geplanten und herausgegebenen Reihe "The Sacred Books of the East" widmen zu können. Bis 1896 kamen 41 Bände heraus. Im Mai 1896 wurde Müller zum Mitglied des Privy Councils ernannt.

Friedrich Max Müller starb am 28. Oktober 1900 in Oxford.



Zitate von Friedrich Max Müller

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