Apho Logo


Johann Nepomuk Nestroy

* 07.12.1801 - † 25.05.1862


Zitate von Johann Nepomuk Nestroy

Insgesamt finden sich 427 Texte im Archiv.
Es werden maximal 12 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.

Wenn einen kein Mensch versteht, das ist national.


Die einzigen Wesen sind eine Einbildung, die tägliche Erfahrung zeigt, daß unser Herrgott die Menschen dutzendweise erschafft.


Ein Zensor ist ein menschgewordener Bleistift oder ein bleistiftgewordener Mensch, ein fleischgewordener Strich über die Erzeugnisse des Geistes, ein Krokodil, das an den Ufern des Ideenstromes lagert und den darin schwimmenden Literaten die Köpf' abbeißt.


Quelle: "Freiheit in Krähwinkel" Johann Nepomuk Nestroy - 1848


Um andere für einen Narr’n zu halten, braucht man nix als Leut’, die einem an Dummheit übertreffen; um aber mit Vorsatz sich selbst für ein’ Narr’n zu halten, muß man sich selbst an Gescheitheit übertreffen.


Es gibt wenige böse Menschen, und doch geschieht so viel Unheil in der Welt; der größte Teil dieses Unheils kommt auf Rechnung der vielen, vielen guten Menschen, die nichts weiter als gute Menschen sind.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922


Wer mitten in Millionen drinnen steht, der sieht vor sich und hinter sich nur Millionen und braucht weiter keine Vorsicht und keine Rücksicht.


Viel lernen und nachher viel Wissen, das ist keine Kunst; ich habe nichts gelernt und weiß doch eine Menge, da kann man von Kunst reden.


Eine fixe Idee habe ich gehabt, nämlich die, daß ich mein Glück nur mir selbst verdanken will. Ich bin radikal geheilt davon, denn zu lebhaft empfind’ ich’s jetzt, daß man gerade zum größten Glück ein zweites Wesen nötig hat, dem man’s verdankt.


Ja, die reichen Leut’ wissen nicht, in was für enorme Verlegenheit sie oft die Armen stürzen, bloß durch das, daß sie in ihrer glücklichen Gedankenlosigkeit Kleinigkeiten schuldig bleiben.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922


Das hab’ ich mein Lebtag gehört: wenn sich einer als Bräutigam so benimmt, als wenn er nicht bis fünfe zählen könnt’, das werden die Ärgsten, wenn s’ einmal verheirat’t sind.


Quelle: "Das ist klassisch!" Nestroy-Worte, herausgegeben von Egon Friedell, Wiener Drucke - 1922


Ehen werden im Himmel g’schlossen, darum erfordert dieser Stand auch meistens überirdische Geduld.


Ist alles Chimäre, aber mich unterhalt’s!