Der Auswurf von Rotz scheint sich besonders bei Fußballern, weniger bei anderen Sportlern, steigender Beliebtheit zu erfreuen und dient sowohl der Befriedigung einer Notdurft als auch der nonverbalen Äußerung eines Unmuts, kann sogar in schlimmeren Fällen als eine Geste der Verachtung ausgelegt werden. Eigentliches Ziel des Spuckens ist aber wohl der Kopf, beziehungsweise das Auge des Gegners. Da der Schiedsrichter Mißfallenskundgebungen solch drastischer Form aber durch das Vorhalten von gelben oder roten Karten ahndet, begnügen sich die Kicker in der Regel mit dem Schatten ihres Kontrahenten, indem sie nämlich ihren Auswurf auf den Rasen speien. Das Vorbild aller Rotzer war ein gewisser Holländer, sein prominentes Opfer ein deutscher Spieler, der sich später bis zum Rang eines Teamchefs hochgedient hat. Noch unbestätigt ist das Gerücht, daß der Vatikan eine Reihe berühmter Steinbildhauer damit beauftragt hat, Büsten und Schädel diverser Fußballspieler anzufertigen, um die durch Abgase und sauren Regen stark in Mitleidenschaft gezogenen dämonenmäuligen Wasserspeier an Kathedralen und Kirchen durch in Stein gehauene Köpfe verdienter Fußballer zu ersetzen.